Zeit für Lehre

Innovationen in der Lehre brauchen Zeit – um dem Rechnung zu tragen, bietet die Goethe-Universität das Programm „Zeit für Lehre“ für Professor*innen an.

Das Programm zielt darauf ab, durch Reduktion des Lehrdeputats von bis zu 4 SWS für ein Semester Raum für die Entwicklung von Lehrinnovationen zu schaffen. Dies kann von der Umstrukturierung oder Neugestaltung von Modulen, Lehrveranstaltungen und / oder Prüfungen über E-Learning-Formate oder neuartige Lehr-Lernformen bis zur Entwicklung von Materialien für die Lehre reichen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Beantragung von Hilfskraftmitteln zur Unterstützung der Lehre im Umfang von 25h/Monat für ein Semester.

Insbesondere die zunehmende Digitalisierung der Lehre erfordert neue Ideen und zum Teil neue Lehrkonzepte, die mit besonderen Tools unterstützt werden können. Das Programm zielt darauf ab, innovativen Ideen durch zusätzliche Zeit für Programmentwicklung und Implementation zur Realisation zu verhelfen.

„Zeit für Lehre“ will damit gezielt die Entwicklung und Umsetzung von Ideen fördern, die Lehre nachhaltig verbessern können, für die aber im regulären Lehr- und Forschungsalltag keine Zeit bleibt.

Damit während dieser Entwicklungsphase keine Lehre entfällt, kann das Lehrdeputat durch Lehraufträge ausgeglichen werden. Ergänzend besteht die Möglichkeit zur Beantragung von Hilfskraftmitteln im Umfang von 25h/Monat zur Unterstützung in der Lehre.

Das IKH bietet Ihnen ein breites Beratungsangebot, um Sie bei der Entwicklung von innovativen Lehrkonzepten, dem Schreiben von Anträgen für das Programm „Zeit für Lehre“, sowie bei der Implementation und Umsetzung der Programmideen zu unterstützen.

Bei Rückfragen sprechen Sie uns gerne an: hochschuldidaktik@uni-frankfurt.de

Die Ausschreibung für das Wintersemester endet immer jeweils am 31.03. und für das Sommersemester am 15.10. eines Jahres.


Zielgruppe: Professor*innen der Goethe-Universität

Förderung: Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Projekts ELLVIS. Die Förderung umfasst den Ausgleich eines Lehrdeputats im Umfang von maximal 4 SWS* durch vergütete Lehraufträge. Außerdem können Hilfskraftmittel im Umfang von 25h/Monat zur Unterstützung in der Lehre beantragt werden. Zusätzlich anfallende Sach- und Reisekosten können leider nicht übernommen werden. Gefördert werden Konzepte, die langfristig zur Weiterentwicklung der Qualität und Digitalisierung von Lehre sowie der Integration von Bildung für Nachhaltige Entwicklung in die Lehre beitragen z.B. durch

  • die Entwicklung von eLearning oder Blended-Learning Formaten
  • die Neuentwicklung oder Umgestaltung von Lehrveranstaltungen
  • die Konzeption neuer Lehr-Lern-Formate mit Praxisbezug (z.B. Service Learning, Peer Learning, Reallaboransätze)
  • die Neu- oder Weiterentwicklung von Prüfungsformaten
  • studentische Partizipation in der Lehrveranstaltungsentwicklung und -durchführung
  • die Förderung von Kompetenzen für Nachhaltigkeit
  • die Entwicklung von Lernmaterialien

Besonders begrüßt werden Projekte, die auf die Digitalisierung, Internationalisierung, Nachhaltigkeit und Praxiskooperationen in der Lehre abzielen. Die Goethe-Universität setzt sich auf Grundlage ihrer Gleichstellungs- und Diversitätsstrategie aktiv für eine diskriminierungssensible Lehre ein. Besonders bevorzugt werden Projekte, die Aspekte von Chancengerechtigkeit berücksichtigen (zum Beispiel Barrierefreie Lehre / Inklusion, Entgegenwirken von Rassismus, Berücksichtigung von heterogenem Vorwissen, etc.). Nicht gefördert werden Projekte, die im Rahmen der regulären Lehraufgaben bewältigt werden können oder die einen Nachhaltigkeits- und / oder Innovationscharakter vermissen lassen.

Bitte orientieren Sie sich bei der Antragsstellung an folgenden Vergabeparametern:

  1. Lernwirksamkeit nach dem Konzept des Constructive Alignments ist gegeben.
  2. Diversitätsaspekte werden berücksichtigt
  3. Nachhaltigkeit / Übertragbarkeit der Veranstaltung ist gegeben
  4. Die Machbarkeit ist anhand eines detaillierten Zeitplans nachvollziehbar
  5. Das Projekt adressiert Innovation in einem der folgenden Bereiche:
                 - Digitalisierung
                 - Praxiskooperation
                 - Internationalisierung

*Laut Hessischer Lehrverpflichtungsverordnung (3.11.2023) § 4 darf die Reduktion des Lehrdeputats 50% pro Semester nicht überschreiten. Bitte beachten Sie dies, falls Sie bereits aus anderen Gründen Lehrdeputatsreduktions für das Semester erhalten, für das Sie planen einen Antrag zu stellen.


Antragstellung

  1. Um Ihre Chancen einer Bewilligung Ihres Antrags zu erhöhen, nehmen Sie bitte vor der Antragstellung Kontakt für ein dringend empfohlenes Beratungsgespräch mit dem IKH auf. Gerne besprechen wir Aspekte mit Ihnen, die von der Projektidee zum erfolgreichen Zeit für Lehre-Antrag werden. Bitte kontaktieren Sie für ein solches kurzes Beratungsgespräch Samuel Gross (gross@psych.uni-frankfurt.de) oder Dr. Carmen Heckmann (heckmann@paed.psych.uni-frankfurt.de).

  2. Bitte reichen Sie Ihre Antragsunterlagen (Antragsskizze mit Zeit- und Finanzierungsplan, verwenden Sie bitte die Vorlage) fristgerecht auf dem Dienstweg über Ihre*n Studiendekan*in beim IKH ein. Der*die Studiendekan*in sollte eine Stellungnahme verfassen und den Antragsunterlagen beifügen.

  3. Schicken Sie Ihre Antragsunterlagen bitte zusätzlich in elektronischer Form an hochschuldidaktik@uni-frankfurt.de

  4. Nach Prüfung der formalen Vollständigkeit erstellt das IKH eine hochschuldidaktische Einschätzung des Konzepts und leitet die Anträge an das Präsidium zur Begutachtung weiter (VP für Studium und Lehre).

  5. Im Juni / November werden Sie über die Entscheidung des Präsidiums informiert.

  6. Im Falle einer Förderung reichen Sie zum Ende des geförderten Semesters einen kurzen Abschlussbericht ein.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das IKH.

Ansprechpartner*innen:

Samuel Gross, gross@psych.uni-frankfurt.de
Dr. Carmen Heckmann, heckmann@paed.psych.uni-frankfurt.de, -35361


Das Programm "Zeit für Lehre" ist Teil des universitätsweiten Projektes "ELLVIS", finanziert durch das HMWK.

Von 2017-2021 gefördert durch: