Evaluation des Vorbereitungsdienstes in NRW

Reform des Vorbereitungdienstes 2011

Als Folge der Reform des Lehrerausbildungsgesetzes von 2011 in Nordrhein-Westfalen wurde der Vorbereitungsdienst von 24 auf 18 Monate verkürzt, und es wurden neue Ausbildungselemente wie das Eingangs- und Perspektivgespräch, die personenorientierte Beratung mit Coachingelementen und selbstgesteuerte Lerngruppen eingeführt. Darüberhinaus wurde im Studium das Praxissemester eingeführt. Bei einer vorangegangenen Evaluation, die von Prof. Dr. Mareike Kunter wissenschaftlich begleitet wurde, zeigte sich, dass schon kurz nach dem Inkrafttreten der Reform die neuen Ausbildungselemente fast vollständig umgesetzt werden konnten. Sie wurden sowohl von den Ausbilder*innen als auch von den Lehramtsanwärter*innen mehrheitlich als sinnvoll eingeschätzt.

Aktueller Stand

Die Reformen von 2011 sind inzwischen in den Vorbereitungsdienst eingebettet. Seit der letzten Phase der Evaluation befinden sich jedoch nun Lehramtsanwärter*innen im Vorbereitungsdienst, die zusätzlich auch das Praxissemester im lehramtsbezogenen Masterstudium absolviert haben. Der größte Teil der Lehramtsanwärter*innen startet also mit mehr Vorerfahrungen, was die Unterrichtspraxis an der Schule angeht, in den Vorbereitungsdienst. Daraus ergeben sich neue Fragestellungen. Worum geht es in der Studie?

In der Studie soll im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen untersucht werden, ob die Reform des Vorbereitungsdienstes langfristig gelungen ist. Dafür werden Lehramtsanwärter*innen, Seminarausbilder*innen und Ausbildungslehrkräfte befragt.

Befragung der Lehramtsanwärter*innen:

  • Wie erleben die Lehramtsanwärter*innen den Vorbeitungsdienst?
  • Welche Kompetenzen bringen die Lehramtsanwärter*innen in den Vorbereitungsdienst mit?
  • Wie wird die bisherige Praxiserfahrung z.B. Praktika, Praxissemester von den Lehramtsanwärter*innen wahrgenommen?
  • Wie entwickeln sich die Lehramtsanwärter*innen im Laufe des Vorbeitungsdienstes?

Befragung der Seminarausbilder*innen und Ausbildungslehrkräfte:

  • Wie werden die neuen Ausbildungselemente von den Seminarausbilder*innen an den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) und den Ausbildungslehrkräften in den Ausbildungsschulen beurteilt?
  • Wie erleben die Seminarausbilder*innen an den ZfsL und die Ausbildungslehrkräfte in den Ausbildungsschulen die veränderten Ausgangsbedingungen?
  • Wie kann die Entwicklung des Vorbereitungsdienstes in den ZfsL weiter positiv unterstützt werden?

Zusatzstudie Fokusgruppen

In den Fokusgruppen haben Vertreter*innen aller Gruppen die Möglichkeit, sich in vertiefenden Gesprächen mit unseren Projektmitarbeiter*innen über die Ausbildungssituation, tatsächliche Abläufe und mögliche Probleme auszutauschen.

Projektmitarbeiter*innen: René StaabKristin Wolf und Nathalie Siebert

Kontakt: evaluation-nrw@psych.uni-frankfurt.de