Herzlich Willkommen bei der Arbeitseinheit von Prof. Dr. Andreas Frey!

In der Forschung beschäftigen wir uns mit verschiedenen Aspekten der empirischen Bildungsforschung. Dabei stehen die Fragen im Mittelpunkt, (a) wie innovative, technologiegestützte Erhebungsverfahren bestmöglich zur Untersuchung von Bildungsprozessen genutzt werden können, (b) wie man bildungsrelevante Inhalte angemessen statistisch modellieren kann und (c) welche Erkenntnisse liefern groß angelegte Vergleichsstudien wie PISA, IGLU oder TIMSS über Bildungssysteme? In aktuellen Projekten beschäftigen wir uns unter anderem mit digitalen Hochschulklausuren (Projekt KAT-HS) und dem Leseverständnis von Viertklässlerinnen und Viertklässlern (Projekt IGLU).

 

In der Lehre sind wir in den bildungswissenschaftlichen Anteilen der Lehramtsstudiengänge sowie im B.Sc. und M.Sc. Psychologie tätig.


Kurzkonzept zu KAT-HS veröffentlicht

Andreas Frey und Aron Fink haben zusammen mit Christian Spoden und Sebastian Born eine Kurzfassung des KAT-HS Konzepts verfasst, welches ab jetzt verfügbar ist. Die vier zentralen Herausforderungen bei der Weiterentwicklung von Hochschulklausuren werden beschrieben und es wird spezifiziert, wie diese auf Basis einer neuartigen Kombination von Methoden, Qualitätsstandards und Ansätze der Psychometrie und der pädagogisch-psychologischen Diagnostik zu überwinden sind. Das vorgestellte Konzept wird prüfungsrechtlich umfassend eingeordnet und Rahmenbedingungen seiner Implementation im hochschulischen Regelbetrieb diskutiert.

Der Beitrag ist ab jetzt frei abrufbar unter: https://eleed.campussource.de/archive/13/5119

Frey, A., Spoden, C., Fink, A., & Born, S. (2020). Kompetenzorientierte individualisierte Hochschulklausuren und deren prüfungsrechtliche Einordnung. eleed, 13. Verfügbar unter: urn:nbn:de:0009 5-51197.


KAT-HS Forschungsdaten veröffentlicht

Die Daten des Projektes "Kriteriumsorientiertes adaptives Testen in der Hochschule (KAT-HS)" stehen ab sofort anderen Forschenden auf Antrag zur Re- und Sekundäranalyse zur Verfügung. Die Forschungsdaten sind über die Website des Forschungsdatenzentrums am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (FDZ am IQB) verfügbar. Dort können interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über ein Online-Formular den Zugang zu den Daten beantragen.

Die vollständigen Literaturangaben der veröffentlichten Datensätze lauten:  

Frey, A., Spoden, C. & Fink, A. (2020). Kriteriumsorientiertes adaptives Testen in der Hochschule (KAT-HS) (Version 1) [Datensatz]. Berlin: IQB – Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. http://doi.org/10.5159/IQB_KAT-HS_v1

Frey, A., Spoden, C. & Fink, A. (2020). Kriteriumsorientiertes adaptives Testen in der Hochschule (KAT-HS). Kalibrierung - Campus File (Version 1) [Datensatz]. Berlin: IQB – Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. http://doi.org/10.5159/IQB_KAT-HS_CF_v1

26. Oktober 2020


Neues Kooperationsprojekt

Die Arbeitseinheit wird die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bei der Entwicklung eines computerisierten adaptiven Tests zur Erfassung von Kompetenzen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unterstützen. Die Arbeiten finden im Rahmen des BMBF-Projekts OIT-BNE (Anwendungsbezogene Entwicklung eines Outcome-Indikatoren-Tests zur Erfassung und Operationalisierung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)-Kompetenzen von Schüler*innen in Deutschland) statt. Der Auftrag ist heute eingegangen. Die Unterstützung besteht in der Bereitstellung von Expertise, der Anpassung von adaptiver Testsoftware der Arbeitseinheit auf den Projektkontext und die Integration der im Projekt KAT-HS entwickelten kontinuierlichen Kalibrierungsstrategie von Fink, Born, Spoden und Frey (2018).

23. Oktober 2020


Buchkapitel zu kompetenzorientierten E-Klausuren im Lehramtsstudium erschienen

 

Christian Spoden (DIE Bonn) hat gemeinsam mit Andreas Frey, Aron Fink und Patrick Naumann einen Beitrag über kompetenzorientierte elektronische Hochschulklausuren im Lehramtsstudium verfasst, welcher nun im Waxmann Sammelband „Bildung, Schule, Digitalisierung“ (Hrsg.: Kaspar, Becker-Mrotzek, Hofhues, König, & Schmeinck) veröffentlicht wurde.

In dem Beitrag wird ein Konzept für adaptive, kompetenzorientierte E-Klausuren vorgestellt (KAT-HS; siehe Webseite) und deren Implementation in die Hochschullehre beschrieben. Mit dem KAT-HS Konzept können Probleme typischer Hochschulklausuren überwunden und Forderungen aus der Bologna-Reform umgesetzt werden.

Der Beitrag ist frei abrufbar unter:

Spoden, C., Frey, A., Fink, A. & Naumann, P. (2020). Kompetenzorientierte elektronische Hochschulklausuren im Studium des Lehramts. In K. Kaspar, M. Becker-Mrotzeck, J. Hofhues, J. König & D. Schmeinck (Hrsg.), Bildung, Schule und Digitalisierung. Waxmann.

22. Oktober 2020


Artikel zum Effekt von Prüfungsangst und Testmotivation auf den Person-Fit veröffentlicht

Zusammen mit Christian Spoden und Jens Fleischer untersuchte Andreas Frey den Effekt von Prüfungsangst und Testmotivation auf den Person-Fit. Hierzu wurden Daten einer Large-Scale Erhebung aus Deutschland im Bereich Mathematik genutzt. Person-Fit Maße ermöglichen die Identifizierung von Schüler*Innen, deren Leistungsmessung durch Schätzfehler aufgrund eines Misfits ihrer Antwortmuster beeinflusst wurde.

Die Ergebnisse zeigen einen Effekt von Prüfungsangst auf den Person-Fit bei Schüler*Innen mit spezifischen Fähigkeitsleveln (z.B. einen negativen Effekt für sehr fähige Schüler*Innen). Basierend auf diesem Ergebnis wird die Nutzung von Kredibilitätsfunktionen zur Gewichtung von individuellen Antwortmustern als eine Möglichkeit zur Steigerung der Validität von Testergebnissen diskutiert.

Der Artikel ist verfügbar unter:

Spoden, C., Fleischer, J., & Frey, A. (2020). Person misfit, test anxiety, and test-taking motivation in a large-scale mathematics proficiency test for self-evaluation. Studies in Educational Evaluation, 67. https://doi.org/10.1016/j.stueduc.2020.100910

22. Oktober 2020


Artikel zu den Vorteilen von Fixed-Item-Parameter-Kalibrierung veröffentlicht

In Zusammenarbeit mit Dr. Lale Khorramdel und Dr. Kentaro Yamamoto vom Educational Testing Service in Princeton, NJ, USA, untersuchten Christoph König und Andreas Frey den Nutzen der Fixed-Item-Parameter-Kalibrierung (FIPC) beim Einsatz in kleinen Stichproben in Large-Scale Assessments. In dieser Studie, die gerade in Educational Measurement: Issues and Practice veröffentlicht wurde, stellten sie fest, dass die Anwendung der FIPC auf typische Stichproben der PISA-Feldversuche die Anforderungen an die Stichprobengröße für eine akkurate Itemkalibrierung erheblich reduzierte. Dies ist vorteilhaft für die Flexibilität von Large-Scale Assessments, da ein größerer Anteil der Stichproben der PISA-Feldversuche dazu verwendet werden kann, neue Elemente des Assessments auf ihre Eignung zum Einsatz in den PISA-Haupterhebungen zu testen. Folglich ist es für Large-Scale Assessments einfacher, mit den aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der Psychometrie Schritt zu halten und den Bedürfnissen der Interessengruppen gerecht zu werden, wobei gleichzeitig die Kosten in einem vernünftigen Rahmen gehalten werden können.

Der Artikel ist zu finden unter:

König, C., Khorramdel, L., Yamamoto, K., & Frey, A. (2020). The Benefits of Fixed Item Calibration for Parameter Accuracy in Small Sample Situations in Large-Scale Assessments. Educational Measurement: Issues and Practice. Advance Online Publication. https://doi.org/10.1111/emip.12381

03. September 2020