Computergestützte, adaptive und verhaltensnahe Erfassung Informations- und Kommunikationstechnologie-bezogener Fähigkeiten (ICT-Skills) in PISA (CavE-ICT-PISA)

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Computergestützte, adaptive und verhaltensnahe Erfassung Informations- und Kommunikationstechnologie-bezogener Fähigkeiten (ICT-Skills) in PISA (CavE-ICT-PISA)“ ist ein Projekt im Rahmen der BMBF-Förderung von Forschungsvorhaben in Ankopplung an Large-Scale-Assessments. Informations-, Computer- und Technologie-bezogene Kompetenzen (ICT-Literacy) stellen heute ein wichtiges Bildungsziel dar und sind für eine erfolgreiche Teilhabe an modernen Wissensgesellschaften eine zentrale Voraussetzung. Bisher wurden computerbezogene Kompetenzen in Large-Scale-Assessments wie PISA anhand von subjektiven Selbsteinschätzungen erfasst. Die Messung von ICT-Skills mit Selbsteinschätzungsskalen wirft aber eine Reihe von Problemen auf. Unter anderem neigen Schülerinnen und Schüler dazu, ihre tatsächlichen Fähigkeiten im Umgang mit Computeranwendungen zu überschätzen, beispielsweise wenn es darum geht, die Vertrauenswürdigkeit von Internetquellen einzuschätzen. Eine häufig verwendete Alternative zu Selbsteinschätzungsskalen sind Papier und Bleistift-basierte Leistungstests, mit denen sich bestimmte Komponenten von Computer-Literacy oder Computerwissen gut abbilden lassen. Wenn es aber darum geht, tatsächlich auf Handeln im Alltag übertragbare und damit valide Kompetenzen (in Abgrenzung zu Wissen) oder prozedurales Wissen zu erfassen, stoßen auch Papier und Bleistift-gestützte Leistungstests an ihre Grenzen. Dies vor allem deshalb, weil die Nutzung von ICT-Skills direkt an die Verwendung von Technologien gebunden ist. Bei einer technologiebasierten Messung von ICT-Skills im Rahmen von Leistungstests ist es jedoch wichtig, effiziente Verfahren zu entwickeln. Das Projekt setzt damit an, das Konstrukt ICT-Skills mithilfe einer geeigneten Definition und Beschreibung der internen Struktur theoretisch zu fundieren. Die Beschreibung der Struktur wurde entwickelt unter Hinzunahme verschiedener Theorien und Modelle und umfasst die vier Dimensionen kognitive Operationen, soziale Interaktionen, Situation und Modalität. Auf Grundlage des theoretischen Frameworks wurde ein Assessmentframework entwickelt aus dem abgeleitet wird, welche Art von Aufgaben die konstruktbestimmenden Fertigkeiten und Fähigkeiten repräsentieren. Das auf Grundlage des Assessmentframeworks entwickelte computerbasierte Messinstrument wird im Frühjahr/Sommer 2014 in einer Feldstudie an einer Stichprobe von ca. 1000 15-jährigen Schülerinnen und Schülern aus drei Bundesländern überprüft.

Kooperationspartner:

    Prof. Dr. Horz, Goethe-Universität Frankfurt

    Dipl. Päd. Katja Hartig, Goethe-Universität Frankfurt