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Studieninteressierte

Was ist Psychologie?

In der Psychologie werden Verhalten, Erleben und Bewusstsein des Menschen während des ganzen Lebens untersucht. Dabei betrachtet die Psychologie den Menschen aus verschiedenen Blickwinkeln: Seine Lern-, Gedächtnis- und Wahrnehmungsfähigkeiten werden von der Allgemeinen Psychologie untersucht. Wie sich Menschen in Gruppen verhalten, betrachtet die Sozialpsychologie.  Ein weiteres Teilgebiet ist die Entwicklungspsychologie, die den Verlauf menschlicher Eigenschaften und Fähigkeiten zum Thema hat. Hinzu kommen die Einflüsse von Veranlagung und Charakter sowie des Umfelds, die der Gegenstand der Differentiellen Psychologie sind.

Die Psychologie betrachtet den Menschen unter verschiedenen Gesichtspunkten, ohne ihn als Ganzes aus dem Blick zu verlieren. Biologische, humane, soziale – und kulturwissenschaftliche sowie ökologische Sichtweisen ergänzen sich. Psychologie beschäftigt sich mit der

  •  Detailerforschung physiologischer Prozesse zu psychologischen Phänomenen,
  • Analyse von Vorgängen der Informationsverarbeitung über die Feststellung und Erklärung individueller Unterschiede im Erleben und Handeln,
  • Gestaltung und Entwicklung in individuellen und organisationalen Bereichen
  • Beratung und Therapie bei Verhaltensstörungen
  • sowie mit der Analyse sozialer Gruppenprozesse, des epochalen Wandels von Wertüberzeugungen und der Umweltgestaltung.

Die Psychologische Diagnostik beschäftigt sich darüber hinaus mit der Konstruktion und Analyse von Diagnoseverfahren. Unter Diagnose versteht man die Feststellung und graduelle Einordnung psychologischer Merkmale unter Beachtung bestimmter Kriterien.

In der Psychologie als empirischer Wissenschaft haben die statistischen und experimentellen Methoden eine besondere Bedeutung. Dabei beschränkt sich Statistik nicht nur auf die Zusammenfassung und Darstellung von Daten, sondern die Statistik ermöglicht auch die Überprüfung und objektive Entscheidungen zwischen konkurrierenden inhaltlichen Hypothesen.

So liegt die Psychologie im Überschneidungsbereich vieler Einzeldisziplinen, die auf jeweils eigene Weise den Menschen zum Gegenstand haben. Dementsprechend vielfältig sind auch die Berufsfelder, in denen Psychologen tätig sind.

Berufliche Perspektiven

In einer Untersuchung wurden Absolventen des Instituts für Psychologie nach Ihrer beruflichen Tätigkeit befragt. Etwa ein Viertel arbeitet im Bereich der Klinischen Psychologie/Psychotherapie, gefolgt von Arbeits- und Organisationspsychologie sowie der Forschung und Lehre (zusammen 67%). Die übrigen Tätigkeiten verteilen sich auf andere Gebiete, z.B. Beratungsstellen oder Marktforschung.


​Klinische Psychologie/Psychotherapie

Die Einsatzmöglichkeiten des Psychologen sind in diesem Bereich sehr vielfältig: Sie reichen von der Tätigkeit in stationär- oder ambulant-psychotherapeutischen Einrichtungen über Therapietätigkeiten in eigener Praxis oder Praxisgemeinschaft bis hin zu psychologischer Versorgung von Patienten in Allgemeinkrankenhäusern.

​ Arbeits- und Organisationspsychologie

Die Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung sind wachsende Anwendungsfelder für die Psychologie: Überall dort, wo Menschen als Mitarbeiter, Kunden oder Zielgruppe fungieren, sind psychologische Dienstleistungen sinnvoll. Da kann es um die Auswahl neuer Mitarbeiter gehen, um die Motivation der angestellten Mitarbeiter, um Mediationen oder Kriseninterventionen.

Forschung und Lehre

In diesem Bereich sind die Psychologen entweder direkt an einer Hochschule oder an einem der Hochschule nahestehenden Institut beschäftigt. Zur wissenschaftlichen Arbeit gehört in der Regel die Durchführung von empirischen Untersuchungen, die Übernahme von Lehrtätigkeit, die Präsentation eigener Forschungsergebnisse auf wissenschaftlichen Kongressen und die Publikation entsprechender Artikel in Fachzeitschriften. Für die längerfristige Tätigkeit an Universitäten und Fachhochschulen ist eine qualifizierte Promotion notwendig. Die Berufung auf eine Universitätsprofessur setzt fast immer eine Habilitation voraus. Für eine Professur an einer Fachhochschule wird neben der Promotion eine mindestens fünfjährige berufliche Praxis vorausgesetzt.

​Familien-, Erziehungs-, Partnerschaftsberatung und Schule

In über 2000 Beratungsstellen arbeiten in Deutschland Psychologen mit klinisch-psychologischem Schwerpunkt in folgenden Bereichen: Beratung von Jugendlichen, jungen Volljährigen und Erwachsenen, Beratung von Familien und Paaren und Beratung bei Lebenskrisen oder sozialen Konfliktsituationen.

​ Psychologie in der Handels- und Konsumentenforschung

In diesem Bereich steht der Kunde mit seinen Gewohnheiten, Erwartungen und Beeinflussungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Hier werden z.B. Imagestudien erstellt, Kundenzufriedenheitsmessungen durchgeführt oder Kundenbindungssysteme entwickelt.

Arbeits- und Gesundheitsschutz

In diesem Bereich arbeiten Psychologen daran mit, die Arbeit sicherer zu gestalten, Gesundheitsrisiken zu minimieren und Fehlbelastungen zu vermeiden. Da geht es nicht primär um sicherheitstechnische Aspekte, sondern um Fragen der Leistungsgrenzen, Belastbarkeit, Qualifikation und Eignung der Mitarbeiter.

​Psychologie in der Arbeitswissenschaft (Ergonomie)

Dieser Bereich hat zum Ziel, die Arbeit des Menschen mit Hilfe von wissenschaftlichen Methoden lebenswerter zu machen, dazu gehören z.B. die Themen Usability von Computeranwendungen oder die Gestaltung von Telearbeitsplätzen.

​Medienpsychologie

Die Medienpsychologie erforscht psychologische Zusammenhänge zwischen den Medien und den Menschen. Themen für Medienpsychologen sind u.a. die Entwicklung der Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen oder die Auswirkungen und die Bedeutung der Massenmedien auf bzw. für den einzelnen Menschen.

​Neuropsychologie

Neuropsychologen beschäftigen sich mit der Behandlung von Menschen, die einen Gehirnschaden erlitten haben. Die Neuropsychologen arbeiten im Team mit Ärzten und Therapeuten anderer Disziplinen.

​Notfallpsychologie

Notfallpsychologen betreuen Menschen nach einem „psychologischen Notfall“ wie extremen Stressbelastungen oder traumatischen Ereignissen. Diese Menschen können Betroffene eines Unglücks oder Helfer in Unglücksfällen wie z.B. Feuerwehrleute sein, die nach einem großen Einsatz ihre Belastungen verarbeiten müssen.

​Polizeipsychologie

Die Polizei beschäftigt Psychologen in der Aus- und Fortbildung von Polizisten: Stressbewältigung, Führungsfortbildung etc.

Rechtspsychologie

Psychologen werden von den Gerichten sehr oft zu Rate gezogen. Dabei geht es z.B. um die Beurteilung von Zeugen, um die Frage, ob ein Angeklagter schuldfähig ist oder um Gutachten in Sorgerechtsstreitigkeiten.
 

Eine ausführlichere Beschreibung der Berufsfelder für Psychologen finden Sie auf den Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Online-Self-Assessment für das Studienfach Psychologie an der Goethe-Universität



Allgemein gesprochen ist ein Self-Assessment eine eignungsdiagnostische Testung, bei der die Durchführung und die Verwertung der Ergebnisse allein in der Autonomie der Getesteten (also in Ihrer Autonomie) liegt.
Das vorliegende Self-Assessment ist als Entscheidungshilfe für die Wahl des Studienfachs Psychologie gedacht und soll einen zentraler Bestandteil einer umfassenden Studiengangsberatung sein.

Psychologie ist ein zeit- und arbeitsintensives Studium, für welches sich weit mehr Interessenten bewerben als Plätze vorhanden sind. Vor diesem Hintergrund sollen über dieses Self-Assessment einerseits Informationen über die Studienvoraussetzungen und Studienanforderungen für den Studiengang bereit gestellt werden, andererseits sollen aber auch die Fähigkeiten, die Bedürfnisse und die Erwartungen des Einzelnen mit den Anforderungen des Studienfaches verglichen werden können.

Durch die Bereitstellung dieser Informationen verfolgt das Self-Assessment das Ziel, Ihnen noch vor dem Einreichen Ihrer Bewerbung ein möglichst differenziertes und realistisches Bild darüber zu vermitteln, was auf Sie als Psychologie-Student zukommen und wie ausgewählte persönliche Fähigkeiten und Fertigkeiten, die mit Studienerfolg in Verbindung stehen, im Vergleich zu bisherigen Studierenden ausgebildet sind.
Unsere Motivation dahinter ist, die Studienzufriedenheit zugelassener Studierender darüber zu erhöhen, dass die Erwartungen an das Studium sich mit den tatsächlichen Anforderungen decken.

Das Self-Assessment will Ihnen zu einer inhaltlich fundierten Entscheidung verhelfen, kann letztlich aber nur eine von mehreren Entscheidungsgrundlagen sein. Erste Validierungsstudien unterstreichen jedoch, dass "gutes" Abschneiden im Test mit "gutem" Studienerfolg einher geht.

Eines sollten Sie noch wissen: Ihre Ergebnisse werden in anonymisierter Form gespeichert, um das Verfahren nach wissenschaftlichen Kriterien ständig zu verbessern. Eine Zuordnung zu Ihrer Person können jedoch nur Sie persönlich mittels Benutzername und Passwort herstellen.



Für die Durchführung des Self-Assessments ist es nicht erforderlich, dass Sie online bleiben. Sobald Sie ein Modul des Self-Assessments heruntergeladen haben, werden Sie erst dann wieder aufgefordert die Internetverbindung herzustellen, wenn Sie das Modul beendet haben. Ihre Daten werden dann an den Server übermittelt und Ihre persönliche Rückmeldung wird erstellt.

Das Self-Assessment ist in mehrere Aufgabenblöcke gegliedert, die in drei Aufgabenmodule zusammengefasst sind und insgesamt eine Bearbeitungszeit von ca. einer bis eineinhalb Stunden erfordern. Zwischen den Aufgabenblöcken innerhalb der Module haben Sie jeweils die Möglichkeit bis zu zehn Minuten Pause einzulegen; zwischen den Modulen können die Pausen auch länger sein. Die einzelnen Blöcke der drei zentralen Module befassen sich mit folgenden Themen:

  • Studienmotivation
  • Interesse an Inhalten des Psychologiestudiums
  • Textverständnis - deutsch und englisch
  • Mathematische Kompetenz
  • Interpretation von Tabellen und Diagrammen
  • Schlussfolgerndes Denken

Vor jedem Aufgabenblock erhalten Sie eine ausführliche Instruktion sowie eine Beispielaufgabe. Damit soll sichergestellt werden, dass Sie das Bearbeitungsprinzip vor dem Beginn der eigentlichen Aufgaben verstanden haben. Während der gesamten Bearbeitung des Self-Assessments ist es nicht möglich, zu bereits bearbeiteten Seiten zurückzukehren. Sobald Sie eine Seite bearbeitet und verlassen haben, können Sie daran keine Änderungen mehr vornehmen. Arbeiten Sie während der Bearbeitung des Self-Assessments bitte konzentriert und in zügigem Tempo.

Autoren: Dr. S. Reiß, Prof. Dr. H. Moosbrugger
©  Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt am Main. Institut für Psychologie.
Prof. Dr. Helfried Moosbrugger, Theodor-W.-Adorno-Platz 6, 60323 Frankfurt am Main, September 2008.


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