Soziale Phobie-Studie

Soziale Angststörung    

Haben Sie Angst, Sie könnten schon beim Betreten eines Raumes etwas Peinliches tun und dadurch auffallen? Allein bei dem Gedanken, vor anderen eine Rede zu halten, wird Ihre Kehle trocken oder Sie fangen an zu schwitzen? Small Talk stellt für Sie eine große Anstrengung oder Belastung dar? Befürchten Sie in Stresssituationen, andere Leute könnten bemerken, dass Ihre Hände zittern oder Sie erröten?

   
Wenn eine oder mehrere dieser Beschreibungen auf Sie zutreffen, könnten Sie unter einer sozialen Angststörung leiden. Menschen, die unter einer Sozialen Angststörung leiden, befürchten, dass das eigene Verhalten oder körperliche Reaktionen wie Schwitzen, Zittern oder Erröten von anderen bemerkt und als peinlich bewertet werden. Ausgelöst werden solche Befürchtungen durch soziale Situationen, in denen das eigene Verhalten einer Bewertung durch andere unterliegt (z. B. Essen oder Trinken in der Öffentlichkeit, einen Vortrag halten) oder in denen wechselseitige Kommunikation mit anderen Menschen stattfindet (z. B. Gespräche mit Autoritätspersonen, Fremden oder Personen des anderen Geschlechts). Betroffene erleben eine starke Angst vor und während solcher Situationen, so dass sie diese nach Möglichkeit vermeiden. Das führt zu starken Einschränkungen im Bereich Sozialleben, Partnerschaft und Beruf.    
     
Die Behandlung    

Obwohl die Betroffenen ihre Symptome oft als übermächtig erleben und teilweise gar so, als wären sie untrennbar mit dem eigenen Charakter verbunden, ist soziale Angststörung gut behandelbar.
Insbesondere mit der kognitiven Verhaltenstherapie werden in den meisten Fällen merkliche Erfolge sowohl im Verhalten als auch in der subjektiven Wahrnehmung erzielt.
In unserer Therapiestudie untersuchen wir die Auswirkung einzelner Interventionen der kognitiven Therapie auf die Behandlung der Sozialen Angststörung. Die Wirksamkeit der Therapie ist bereits durch zahlreiche Untersuchungen gut belegt, sodass Sie eine wissenschaftlich gesicherte Therapie angeboten bekommen. Im Rahmen der Studie finden 25 Einzeltherapiesitzungen statt, die Behandlung ist in der Regel kostenlos. Zusätzlich werden Sie im Laufe der Therapie einige Male gebeten, an psychodiagnostischen Untersuchungen teilzunehmen.

   
 Wer kann teilnehmen?    

Wenn bei Ihnen eine Soziale Angststörung diagnostiziert wurde oder Sie sich in der beschriebenen Symptomatik wiedererkennen, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

Da die Therapiesitzungen in der Verhaltenstherapie-Ambulanz der Goethe Universität in Frankfurt am Main stattfinden, richtet sich das Therapieangebot an Personen aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Sie sollten zwischen 18 und 70 Jahren alt sein und sich zurzeit weder in psychopharmakologischer noch in psychotherapeutischer Behandlung befinden.

Gerne können Sie in einem telefonischen oder direkten Gespräch mit uns klären, ob eine Teilnahme an der Studie für Sie in Frage kommt.
   

Verantwortliche Studienleitung: Herr Prof. Dr. Ulrich Stangier

   

Ansprechpartnerin:
Frau Celina Clément M.Sc.

E-Mail:
clement@psych.uni-frankfurt.de