Zeit für Lehre

Innovationen in der Lehre brauchen Zeit – um dem Rechnung zu tragen, bietet die Goethe-Universität das Programm „Zeit für Lehre“ für Professorinnen und Professoren an.

Das Programm zielt darauf ab, durch Reduktion des Lehrdeputats von bis zu 4 SWS für ein Semester Raum für die Entwicklung von Lehrinnovationen zu schaffen. Dies kann von der Umstrukturierung oder Neugestaltung von Modulen, Lehrveran¬staltungen und/oder Prüfungen über E-Learning-Formate oder neuartige Lehr-Lernformen bis zur Entwicklung von Materialien für die Lehre reichen.

„Zeit für Lehre“ will damit gezielt die Entwicklung und Umsetzung von Ideen fördern, die Lehre nachhaltig verbessern können, für die aber im regulären Lehr- und Forschungsalltag keine Zeit bleibt.

Damit während dieser Entwicklungsphase keine Lehre entfällt, kann das Lehrdeputat durch Lehraufträge ausgeglichen werden.

Im Verlauf des Projekts können Sie jederzeit eine Beratung durch das IKH in Anspruch nehmen.

Bei Rückfragen beraten wir Sie gerne.

Die Ausschreibung für das Wintersemester endet immer jeweils am 31.05. und für das Sommersemester am 31.10. eines Jahres.


Zielgruppe: Professorinnen und Professoren der Goethe-Universität

Förderung:  Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Projekts Starker Start ins Studium. Die Förderung umfasst den Ausgleich eines Lehrdeputats im Umfang von maximal 4 SWS durch vergütete Lehraufträge. Zusätzlich anfallende Sach- und Reisekosten können leider nicht übernommen werden. Gefördert werden Konzepte, die nachhaltig zur Weiterentwicklung der Qualität von Lehre beitragen z.B. durch

  • die Neuentwicklung oder Umgestaltung von Lehrveranstaltungen
  • Konzeption neue Lehrformate (z.B. Service Learning, Peer Learning)
  • die Entwicklung von eLearning oder Blended-Learning Formaten
  • die Neu- oder Weiterentwicklung von Prüfungsformaten
  • die Entwicklung von Lernmaterialien

Besonders begrüßt werden Projekte, die auf eine Verbesserung der Studieneingangsphase abzielen. Die Goethe-Universität setzt sich auf Grundlage ihrer Gleichstellungs- und Diversitätsstrategie aktiv für eine diskriminierungssensible Lehre ein. Besonders bevorzugt werden Projekte, die Aspekte von Chancengerechtigkeit berücksichtigen  (zum Beispiel Barrierefreie Lehre/ Inklusion , Entgegenwirken von Rassismus, Berücksichtigung von heterogenem Vorwissen, etc.). Nicht gefördert werden Projekte, die im Rahmen der regulären Lehraufgaben bewältigt werden können oder die einen Nachhaltigkeit- und/oder Innovationscharakter vermissen lassen.

Antragstellung

  1. Bitte reichen Sie Ihre Antragsunterlagen (Antragsskizze mit Zeit- und Finanzierungsplan, verwenden Sie bitte die Vorlage) fristgerecht auf dem Dienstweg über Ihre/n Studiendekan*in beim IKH ein. Der/die Studiendekan*in sollte eine Stellungnahme verfassen und den Antragsunterlagen beifügen.
  2. Schicken Sie Ihre Antragsunterlagen bitte zusätzlich in elektronischer Form an hochschuldidaktik@uni-frankfurt.de
  3. Nach Prüfung der formalen Vollständigkeit erstellt das IKH eine hochschuldidaktische Einschätzung des Konzepts und leitet die Anträge an das Präsidium zur Begutachtung weiter (VP für Studium und Lehre).
  4. Im Juni/November werden Sie über die Entscheidung des Präsidiums informiert.
  5. Im Falle einer Förderung reichen Sie zum Ende des geförderten Semesters einen kurzen Abschlussbericht ein.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das IKH (Ansprechpartnerin: Dr. Carmen Heckmann, heckmann@paed.psych.uni-frankfurt.de, -35361)

Gefördert durch

   

Geförderte Projekte "Zeit für Lehre" im SoSe 2019

Prof. Dr. Ute Dettmar

Titel: Grundlagen der Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft

Kurzbeschreibung: Die Einführungsveranstaltung für die Studierenden des Bachelorstudiengangs Germanistik, die den Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur studieren, soll als Grundlagenseminar inhaltlich und methodisch neu konzipiert werden. E-Learning-Komponenten und Blended-Learning-Formate sollen entwickelt und integriert werden; die modularen Einheiten sollen zugleich für andere Lehrveranstaltungen im B.A.Studium und für die Studierenden des im WS 2019/20 startenden interdisziplinären Masterstudiengangs Kinder- und Jugendmedienkulturen genutzt werden, die sich, teils aus den Nachbardisziplinen, vor allem den Buchwissenschaften kommend, diese literaturwissenschaftlichen Grundlagen erarbeiten müssen.


Prof. Dr. David von Mayenburg

Titel: Konzepte für ein zeitgemäßes Jurastudium an der Goethe-Universität

Kurzbeschreibung: Ziel des Projekts ist es, ein nachhaltiges Reformkonzept für das juristische Studium an der GU zu entwickeln. Dabei wird es darum gehen, Fehlentwicklungen entgegenzuwirken, etwa im Bereich der Studienabbruchsquoten und bei den in letzter Zeit nachlassenden Examensergebnissen. Basierend auf einer umfassenden Bestands- und Bedarfsanalyse sollen Wege aufgezeigt werden, um durch gezielt auf die Bedürfnisse der Frankfurter Studierenden angepaßte Lehrangebote das Jurastudium in Frankfurt sowohl inhaltlich als auch organisatorisch noch attraktiver zu machen und den Bedürfnissen unserer Zeit anzupassen. Am Ende soll das Konzept einer Reform der Studienordnungen stehen, das im Herbst 2019 dem Fachbereichsrat vorgelegt werden soll.


Prof. Dr. Nikolaus Müller-Schöll

Titel: Internationalisierung der Web-basierten Ressourcen der Theaterwissenschaft

Kurzbeschreibung: Zur Erhöhung der Internationalisierung in der Theaterwissenschaft sollen über das deutschsprachige Angebot hinaus umfangreiche englisch- und französischsprachige Ressourcen angeboten und gleichzeitig neue Lern- und Vernetzungsangebote mit Partneruniversitäten implementiert werden. Hierzu werden kooperierende Lehrveranstaltungen in den Studiengängen der Theaterwissenschaft an der Goethe-Universität (GU) mit Lehrveranstaltungen an internationalen Partneruniversitäten konzipiert, in welchen die Studierenden in internationalen standortübergreifenden Kleingruppen kooperieren. Die Zusammenarbeit soll über die Nutzung von virtuellen Kommunikationsmedien ermöglicht und die Ergebnisse des forschenden Lernens in internationalen Kleingruppen durch Produkte wie Poster, schriftliche dramaturgische Ausarbeitungen oder Aufzeichnungen szenischer Darstellungen dokumentiert werden. Auch ohne einen eigenen Auslandsaufenthalt wird es den Studierenden durch das geplante Vorhaben möglich, in internationalen Austausch zu treten und interkulturelle Erfahrungen zu machen. Das Vorhaben trägt somit maßgeblich zur Internationalisierung der Studiengänge der Theaterwissenschaft bei.


Prof. Dr. Birgit Richard

Titel: Lehrprojekt: Smart Toys

Kurzbeschreibung: Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung von Lehrmaterialien für Seminare im Bereich Smart Toys - elektronische Spielzeuge, denen es über eine eingebaute Software möglich ist, mit dem Spielenden zu interagieren. Im letzten Semester sind im Rahmen des Forschungsprojekts Gegenwartsästhetik[1] eine Reihe von Smart Toys (u.a. Wowwee Chip Roboterwelpen, Wowwee Robosapien Roboter, Ubtech Jimu Robot AstroBot Kit und Furby von Hasbro) angeschafft worden, die nun in die Lehre integriert werden sollen. Es sollen nicht nur Handreichungen entstehen, die sich mit den Projektabläufen und Planungsschritten beschäftigen, sondern auch ein Konzept zur didaktischen Vermittlung einer ästhetischen Auseinandersetzung mit Smart Toys im Kunstunterricht.

[1]  Das interdisziplinäre Forschungsverbundprojekt „Gegenwartsästhetik. Kategorien für eine Kunst und Natur in der Entfremdung“ wird gefördert von der Volkswagen Stiftung (Laufzeit: 01.01.2018-31.12.2020, http://www.birgitrichard.de/gegen.html)


Geförderte Projekte „Zeit für Lehre“ im WiSe 2018/19

Prof. Dr. Axel Fleisch (FB , Afrikanistik)

"Linguistische Anthropologie: Unterrichtsdesign und Lernpakete"

Kurzbeschreibung: Themen und Methoden aus der linguistischen Anthropologie gewinnen heute im Zuge vermehrter internationaler Mobilität an Bedeutung. Damit im Zusammenhang stehen Fragen nach sprachlich begründeten, doch über die Sprache  hinausgehenden Fragen kultureller Identität und sich daraus ergebender aktueller und gesellschaftsrelevanter Problemfelder.
Das Studium der linguistischen Anthropologie ist theoretisch und methodologisch anspruchsvoll. Diese Themen zu vermitteln bedeutet ein hohes Literatur- und Leseaufkommen, aber auch zeitintenisve praktische Methondenanleitun. Selbstlerpakete, die eigenständige Lekture fragend und leitend begleiten und das Einüben von Methodnenkompetnez anleiten, erlauben, Klassenraumaktivitäten auf die notwenigerweise interaktiv zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten zu fokussiren. Der Erstellung dieser Selbstlernpakte dient die bantragte Finanzierung.


Prof. Dr. David Käbisch (FB 06, Religionspädagogik)

Erarbeitung eines e-Learing-Moduls und Tutorien-Moduls für den neu konzipierten Grundkurs „Einführung in die Religionspädagogik“

Kurzbeschreibung:Derzeit werden die fachspezifischen Anhänge zur Studien- und Prüfungsordnung im Lehramt überarbeitet. Diese treten auch für die Religionspädagogik ab dem WS 2018/19 in Kraft. Auf Anregung der ABL wurden dabei drei Innovationen realisiert: Zum Ersten sollen im Rahmen des von Bund und Ländern geförderten Projekts „Level – Lehrerbildung vernetzt entwickeln“ vermehrt interdisziplinäre Lehrveranstaltungen im Modul PT/RP1 und PT/RP2 Eingang finden. Zum Zweiten soll in Übereinstimmung mit dem KMK-Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ den Herausforderungen der Digitalisierung stärker Rechnung getragen werden. Und zum Dritten soll unter dem Vorzeichen der Inklusion der wachsenden Heterogenität der Lehrenden und Lernenden Rechnung getragen wer-den. Der im WS 2018/19 erstmals stattfinden Grundkurs „Einführung in die Religionspädagogik“ (L1, L2, L3 und L5) ist das Herzstück dieser Modulrevision und wird die bestehende Lehr-/ Prüfungssituation nachhaltig verbessert.


Prof. Dr. Birgit Richard (FB 09, Institut für Kunstpädagogik, Bereich Neue Medien)

LooT (Learning out of Tutorials) - JuKu goes Blended-Learning

Kurzbeschreibung: In den letzten Semestern sind unterschiedliche Handreichungen, Anleitungen, Tutorials, Erklärvideos u. ä. zum JugendKulturArchiv entstanden. Diese entwickelten Lernmaterialien sollen nun in E-Learning- bzw. Blended-Learning-Formaten einer breiten Studierendenschaft zugänglich gemacht werden. Hierbei sollen zunächst die Materialen in einem Portal gesammelt werden und didaktische Formate wie etwa Lernbar, Wiki oder Tumblr entstehen, so dass die Lernenden sich die Inhalte anschließend selbstständig erarbeiten können.


Prof. Dr. Cornelia Rosebrock (FB 10, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik)

Seminar „Einführung in die Lese- und Literaturdidaktik“

Kurzbeschreibung: Die zentrale einführende Veranstaltung für Studienanfänger des Lehramts Deutsch (alle Lehramtsstudiengänge) soll neu konzipiert, mit Selbstlern-Modulen, Aufgaben und Blended-Learning-Komponenten sowie mit strukturierten Unterstützungsangeboten versehen werden.


Projekte „Zeit für Lehre“ im WiSe 2017/18

Prof. Dr. Andreas Gold (FB 05, Institut für Psychologie)

“Leseförderung – Verzahnung durch Kooperation”

Kurzbeschreibung: Für Studierende der Lehrämter L1, L2, L3 und L5 soll ein Format für eine gemeinsame Veranstaltung zur Leseförderung von Fachdidaktik Deutsch (FB 10) und Pädagogische Psychologie (FB 05) erarbeitet und erprobt werden. Inhaltlich geht es um Ansätze und Methoden der Leseförderung auf der Wort-, Satz- und Textebene und um pädagogische Interventionen bei Leseschwierigkeiten. Kooperationspartner sind Frau Prof. Rosebrock (FB 10) und Herr Prof. Gold (FB 05). Beide sind in der Forschung zu Lesesozialisation und Lesedidaktik bzw, zu Leseschwierigkeiten und Leseförderung ausgewiesen. Der Mehrwert einer solchen Konzeption wird in der Kontrastierung und Verschränkung der disziplinären Perspektiven gesehen.


Prof. Dr. Matthias Jahn (FB 01, Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie)

Erstellung eines Praxisleitfadens zu Moot Courts in der rechtswissenschaftlichen Ausbildung  (Drehbuch Moot Court)“

Kurzbeschreibung: Ausgehend von den Praxiserfahrungen nach zwei wirtschaftsstrafrechtlichen Moot Courts an der Goethe-Universität soll auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes in der didaktisch orientierten Rechtswissenschaft ein praktisch verwertbarer Leitfaden für alle Kolleginnen und Kollegen in der Lehre erstellt werden. Dieser richtet sich an Kollegen, die sich ebenfalls für dieses innovative Lehrformat interessieren, aber den organisatorischen Aufwand nicht vollständig einschätzen können oder sich bislang sogar von seiner Dynamik abschrecken lassen.


Prof. Dr. Melanie Köhlmoos (FB 06, Evangelische Theologie, Altes Testament)

Titel: Neukonzeption der Grundkurse Altes Testament / Neues Testament

Kurzbeschreibung: (1) Das Format „Einführung in das Studium des Alten Testaments“ / “Einführung in das Studium des Neues Testaments“ (Bestandteil des Basismoduls AT/NT 1 für LA-Studiengänge: 4 SWS, 2 Semester) ist durch die Einführung eines e-Learning-Moduls für Bibelkunde und Geschichte Israels vom 2. Jt. v. Chr bis 1. Jh. n. Chr. zu ergänzen. Dieses hat die Stärkung und Förderung der eigenständigen Lektüre biblischer und nichtbiblischer Texte zum Ziel. (2) In demselben Lehrformat ist ein durch studentische Tutoren begleitetes Tutorium zur Lektüre bibelwissenschaftlicher Grundlagenliteratur zu entwickeln, das Stärkung und Förderung der Textkompetenz hinsichtlich des Schreibens und der hermeneutisch-methodischen Reflexion biblischer und nichtbiblischer Texte anzielt.


Prof. Dr. Diemut Kucharz (FB 04, Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe)

Titel: Einführung eines ePortfolios im Rahmen des L1-Sachunterrichtsstudiums

Kurzbeschreibung: Im Rahmen von Level werden im Teilprojekt „digitales Portfolio“ Möglichkeiten von Portfolioarbeit entwickelt, die in dem hier beschriebenen Vorhaben in einem Studiengang erprobt werden sollen: Die Einführung einer begleitenden Portfolioarbeit im Lehramtsstudium des Sachunterrichts, das im ersten Semester begonnen und über das Studium hinweg begleitend geführt wird. Die Heran- und Einführung dieser ePortfolioarbeit soll im WS 17/18 im Rahmen meiner LV „Einführung in den Sachunterricht“, erfolgen. Dazu müssen die Studierenden sowohl in die Arbeit mit den Lernplattformen eingeführt, angeleitet und unterstützt werden, als auch geeignete Aufgaben entwickelt und erprobt werden, um die Reflexion über das eigene Sachunterrichtsstudium sinnvoll anzuregen und zu entwickeln.


Prof. Dr. Birgit Richard (FB 09, Institut für Kunstpädagogik)

Titel: Erstellung von Erklärvideos

Kurzbeschreibung: Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung von Lehrmaterialien in praktischen Seminaren im Bereich Video. Dabei sollen nicht nur Handreichungen entstehen, die sich mit den Projektabläufen und Planungsschritten beschäftigen, sondern auch eine didaktische Vermittlung der Verwendung von Apps und Software.


Prof. Dr. Dirk Wicke (FB 09, Institut für Archäologische Wissenschaften)

„3D-Digitalisate im eLearning-Einsatz“

Kurzbeschreibung: Beschreiben und Deuten sind grundlegende archäologische Fähigkeiten, die den Studierenden zu Studienbeginn vermittelt und mit ihnen geübt werden müssen. In Verbindung mit einem bestehenden Forschungsprojekt zur 3D-Digitalisierung archäologischer Originalfunde aus den Institutssammlungen ergibt sich die Möglichkeit, virtuelle Digitalisate statt empfindlicher Originale im Rahmen von eLearning-Modulen für das Grundstudium einzusetzen. Im Rahmen des Programms „Zeit für Lehre“ soll eine strukturierte Entwicklung eines eLearning-Moduls mit Selbstlern- und Prüfungselementen umgesetzt werden.