Zeit für Lehre

Innovationen in der Lehre brauchen Zeit – um dem Rechnung zu tragen, bietet die Goethe-Universität das Programm „Zeit für Lehre“ für Professorinnen und Professoren an.

Das Programm zielt darauf ab, durch Reduktion des Lehrdeputats von bis zu 4 SWS für ein Semester Raum für die Entwicklung von Lehrinnovationen zu schaffen. Dies kann von der Umstrukturierung oder Neugestaltung von Modulen, Lehrveran¬staltungen und/oder Prüfungen über E-Learning-Formate oder neuartige Lehr-Lernformen bis zur Entwicklung von Materialien für die Lehre reichen.

„Zeit für Lehre“ will damit gezielt die Entwicklung und Umsetzung von Ideen fördern, die Lehre nachhaltig verbessern können, für die aber im regulären Lehr- und Forschungsalltag keine Zeit bleibt.

Damit während dieser Entwicklungsphase keine Lehre entfällt, kann das Lehrdeputat durch Lehraufträge ausgeglichen werden.

Im Verlauf des Projekts können Sie jederzeit eine Beratung durch das IKH in Anspruch nehmen.

Bei Rückfragen beraten wir Sie gerne.

Die Ausschreibung für das Wintersemester endet immer jeweils am 30.04. und für das Sommersemester am 31.10. eines Jahres.


Zielgruppe: Professorinnen und Professoren der Goethe-Universität

Förderung:  Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Projekts Starker Start ins Studium. Die Förderung umfasst den Ausgleich eines Lehrdeputats im Umfang von maximal 4 SWS durch vergütete Lehraufträge. Gefördert werden Konzepte, die nachhaltig zur Weiterentwicklung der Qualität von Lehre beitragen z.B. durch

  • die Neuentwicklung oder Umgestaltung von Lehrveranstaltungen
  • Konzeption neue Lehrformate (z.B. Service Learning, Peer Learning)
  • die Entwicklung von eLearning oder Blended-Learning Formaten
  • die Neu- oder Weiterentwicklung von Prüfungsformaten
  • die Entwicklung von Lernmaterialien

Besonders begrüßt werden Projekte, die auf eine Verbesserung der Studieneingangsphase abzielen. Nicht gefördert werden Projekte, die im Rahmen der regulären Lehraufgaben bewältigt werden können oder die einen Nachhaltigkeit- und/oder Innovationscharakter vermissen lassen.

Antragstellung

  1. Bitte reichen Sie Ihre Antragsunterlagen (Antragsskizze mit Zeit- und Finanzierungsplan, verwenden Sie bitte die Vorlage fristgerecht auf dem Dienstweg über Ihre/n Studiendekan*in beim IKH ein. Der/die Studiendekan*in sollte eine Stellungnahme verfassen und den Antragsunterlagen beifügen.
  2. Schicken Sie Ihre Antragsunterlagen bitte zusätzlich in elektronischer Form an hochschuldidaktik@uni-frankfurt.de
  3. Nach Prüfung der formalen Vollständigkeit erstellt das IKH eine hochschuldidaktische Einschätzung des Konzepts und leitet die Anträge an das Präsidium zur Begutachtung weiter (VP für Studium und Lehre).
  4. Im Juni/November werden Sie über die Entscheidung des Präsidiums informiert.
  5. Im Falle einer Förderung reichen Sie zum Ende des geförderten Semesters einen kurzen Abschlussbericht ein.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das IKH (Ansprechpartnerin: Dr. Sabine Fabriz fabriz@psych.uni-frankfurt.de , -35353)

Gefördert durch

   

Projekte „Zeit für Lehre“ im WiSe 2017/18

Prof. Dr. Andreas Gold (FB 05, Institut für Psychologie)

“Leseförderung – Verzahnung durch Kooperation”

Kurzbeschreibung: Für Studierende der Lehrämter L1, L2, L3 und L5 soll ein Format für eine gemeinsame Veranstaltung zur Leseförderung von Fachdidaktik Deutsch (FB 10) und Pädagogische Psychologie (FB 05) erarbeitet und erprobt werden. lnhaltlich geht es um Ansätze und Methoden der Leseförderung auf der Wort-, Satz- und Textebene und um pädagogische lnterventionen bei Leseschwierigkeiten. Kooperationspartner sind Frau Prof. Rosebrock (FB 10) und Herr Prof. Gold (FB 05). Beide sind in der Forschung zu Lesesozialisation und Lesedidaktik bzw, zu Leseschwierigkeiten und Leseförderung ausgewiesen, Der Mehrwert einer solchen Konzeption wird in der Kontrastierung und Verschränkung der disziplinären Perspektiven gesehen.

RiOLG Prof. Dr. Matthias Jahn (FB 01, Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie)

Erstellung eines Praxisleitfadens zu Moot Courts in der rechtswissenschaftlichen Ausbildung  (Drehbuch Moot Court)“

Kurzbeschreibung: Ausgehend von den Praxiserfahrungen nach zwei wirtschaftsstrafrechtlichen Moot Courts an der Goethe-Universität soll auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes in der didaktisch orientierten Rechtswissenschaft ein praktisch verwertbarer Leitfaden für alle Kolleginnen und Kollegen in der Lehre erstellt werden, die sich ebenfalls für dieses innovative Lehrformat interessieren, aber den organisatorischen Aufwand nicht vollständig einschätzen können oder sich bislang sogar von seiner Dynamik abschrecken lassen.

 

Prof. Dr. Melanie Köhlmoos (FB 06, Evangelische Theologie, Altes Testament)

Titel: wird noch ergänzt

Kurzbeschreibung: (1) Das Format „Einführung in das Studium des Alten Testaments“/“Einführung in das Studium des Neues Testaments“ (Bestandteil des Basismoduls AT/NT 1 für LA-Studiengänge: 4 SWS, 2 Semester) ist durch die Einführung eines e-Learning-Moduls für Bibelkunde und Geschichte Israels vom 2. Jt. v. Chr bis 1. Jh. n. Chr. zu ergänzen, das Stärkung und Förderung der eigenständigen Lektüre biblischer und nichtbiblischer Texte zum Ziel hat. (2) In demselben Lehrformat ist ein durch studentische Tutoren begleitetes Tutorium zur Lektüre bibelwissenschaftlicher Grundlagenliteratur zu entwickeln, das Stärkung und Förderung der Textkompetenz hinsichtlich des Schreibens und der hermeneutisch-methodischen Reflexion biblischer und nichtbiblischer Texte anzielt

 

Prof. Dr. Diemut Kucharz (FB 04, Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe)

Titel: wird noch ergänzt

Kurzbeschreibung: Im Rahmen von Level werden im Teilprojekt „digitales Portfolio“ Möglichkeiten von Portfolioarbeit entwickelt, die in dem hier beschriebenen Vorhaben in einem Studiengang erprobt werden sollen: Die Einführung einer begleitenden Portfolioarbeit im Lehramtsstudium des Sachunterrichts, das im ersten Semester begonnen und über das Studium hinweg begleitend geführt wird. Die Heran- und Einführung dieser ePortfolioarbeit soll im WS 17/18 im Rahmen meiner LV „Einführung in den Sachunterricht“, erfolgen. Dazu müssen die Studierenden sowohl in die Arbeit mit den Lernplattformen eingeführt, angeleitet und unterstützt werden, als auch geeignete Aufgaben entwickelt und erprobt werden, um die Reflexion über das eigene Sachunterrichtsstudium sinnvoll anzuregen und zu entwickeln.

 

Prof. Dr. Alex Küronya (FB 12, Institut für Mathematik)

Titel: wird noch ergänzt

Kurzbeschreibung: Die Vorlesung Elementarmathematik I ist die erste Begegnung von zukünftigen Haupt-, Real-, und Förderschul-lehrern mit Hochschulmathematik. Daher spielt die Vorlesung eine entscheidende Rolle beim Übergang von der Schulmathematik zur Mathematik in den Wissenschaften. Wir planen einen pädagogischen Paradigmenwechsel, der dazu führen soll, dass die Problemlösefertigkeiten und analytisches Denken der Studierenden verbessert werden, und sie später während ihrer Arbeit an der Schule diese Fähigkeiten weitergeben können.

Prof. Dr. Birgit Richard (FB 09, Institut für Kunstpädagogik)

Titel: wird noch ergänzt

Kurzbeschreibung: Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung von Lehrmaterialien in praktischen Seminaren im Bereich Video. Dabei sollen nicht nur Handreichungen entstehen, die sich mit den Projektabläufen und Planungsschritten beschäftigen, sondern auch eine didaktische Vermittlung der Verwendung von Apps und Software.

 

Prof. Dr. Dirk Wicke (FB 09, Institut für Archäologische Wissenschaften)

„3D-Digitalisate im eLearning-Einsatz“

Kurzbeschreibung: Beschreiben und Deuten sind grundlegende archäologische Fähigkeiten, die den Studierenden zu Studienbeginn vermittelt und mit ihnen geübt werden müssen. In Verbindung mit einem bestehenden Forschungsprojekt zur 3D-Digitalisierung archäologischer Originalfunde aus den Institutssammlungen ergibt sich die Möglichkeit, virtuelle Digitalisate statt empfindlicher Originale im Rahmen von eLearning-Modulen für das Grundstudium einzusetzen. Im Rahmen des Programms „Zeit für Lehre“ werden Mittel für die Übernahme zweier Lehraufträge beantragt, um einen zeitlichen Freiraum zu erhalten, den der Antragsteller zusammen mit einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin und dem studiumDigitale für die strukturierte Entwicklung eines eLearning-Moduls mit Selbstlern- und Prüfungselementen verwenden möchte.