Dr. Elisabeth Arens

 

Postdoktorandin

Tel. 069-798-23250
Mail: e.arens@psych.uni-frankfurt.de

Sprechzeit: Dienstags von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr

       

Aktuelle Projekte:

Depressionssprechstunde im Rahmen des "Frankfurter Bündnis gegen Depression"


Zwei Masterarbeiten aus dem Projekt Depression verstehen (Dr. Elisabeth Arens) ab sofort zu folgendem Thema zu vergeben

Glad to be sad? Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zu wahrgenommenen Funktionalität von Traurigkeit bei Depression

Theoretischer Hintergrund: Die Fähigkeit zur effektiven Emotionsregulation wurde in jüngeren Forschungsarbeiten auch mit adaptiven emotionalen Zielen in Verbindung gebracht (Tamir, 2016; Mauss et al., 2011). Entgegen der bisherigen Annahme, dass Depressive an dem Versuch scheitern, negativen Affekt möglichst effektiv (runter) zu regulieren (Kompetenzdefizit), sprechen neuere Befunde dafür, dass depressive Patienten negative Gefühle wie Traurigkeit auch bewusst aufrechterhalten (Motivationsdefizit) (Millgram et al., 2015). Eine mögliche Erklärung dieses paradoxen Befundes ist, dass die Emotion Traurigkeit für depressive Patienten womöglich wichtige Funktionen erfüllt, z.B. das eigene Selbstbild zu verifizieren.                                                                     

Fragestellung: Vor diesem Hintergrund soll in der Arbeit explorativ untersucht werden, ob sich die wahrgenommene Funktionalität von Traurigkeit und Freude bei depressiven und gesunden Probanden unterscheidet und wenn ja, welche Funktionen depressive Probanden der Emotion Traurigkeit beimessen.                                                                                                                                                                         

Methode: Als Vorarbeit kann auf einen von uns bereits generierten Itempool zur Funktionalität von Emotionen (FFE) zurückgegriffen werden, der für die Emotionen Traurigkeit und Freude vier Funktionsbereiche messen soll. Diese erste Rohfassung soll anhand eine großen Stichprobe aus der Allgemeinbevölkerung weiterentwickelt und validiert werden.                                              

Voraussetzung: Die Berechnung und Auswertung explorativer und konfirmatorischer Faktorenanalysen werden wesentliche „Werkzeuge“ bei Durchführung der Arbeit sein, daher sind gute methodische Kenntnisse Voraussetzung für die Bearbeitung des Themas.                                         

Angebot: regelmäßige und engmaschige Betreuung der Bearbeitung eines spannenden Themas

Bewerbungen bitte an Dr. Elisabeth Arens, e.arens@psych.uni-frankfurt.de


Eine Bachelor und eine Masterarbeit aus dem Projekt Depression verstehen (Dr. Elisabeth Arens) ab sofort zu folgendem Thema zu vergeben

Holding on to the Blues: Eine experimentelle Untersuchung zu Zielen und Motiven der Emotionsregulation bei chronischer Depression

Theoretischer Hintergrund: Eine neuere Konzeption des Erwartungs-mal-Wert Ansatzes geht davon aus, dass nicht nur Verhaltensweisen sondern auch emotionale Zustände mit Erwartungen zu deren Belohnungswert verknüpft sind. Nach dieser Annahme sollten Individuen motiviert sein, selbst negative Emotionen zu aktivieren /aufrechtzuerhalten, sofern von diesen ein erstrebenswerter Nutzen erwartet wird (Tamir, Bigman, Rhodes, Salerno & Schreier, 2015). In Einklang mit dieser Annahme konnte in einer Reihe von experimentellen Studien gezeigt werden, dass Individuen negative Emotionen wie Angst oder Ärger bewusst verstärken, sofern sie davon ausgehen, dass diese Gefühle für sie einen Nutzen bringen (z.B. die Erwartung, dass bei einer kompetitiven Aufgabe die Emotion Ärger zu einer besseren Leistung führt) (Porat et al., 2016; Netzer et al, 2015; Tamir et al., 2014).                                                                                                                                                                             

Fragestellung: Es soll untersucht werden, ob chronisch depressive Probanden negative Gedanken- und Gefühlsprozesse bewusst verstärken, weil sie davon ausgehen, dass das Gefühl von Traurigkeit einen Nutzen für sie bringt. Darüber hinaus sollen verschiedene Motive für die Aufrechterhaltung von Traurigkeit untersucht werden.                                                                                                                       

Methode: Es soll ein von uns entwickeltes experimentelles Paradigma zur Anwendung kommen, bei dem die Probanden die Wahl haben, sich bewusst traurigen, fröhlichen oder neutralen Stimuli auszusetzen (z.B. Auswahl trauriger, fröhlicher oder neutraler Musik-Clips). Die Stimulus-Auswahl dient als Indikator für das emotionale Ziel des Probanden. Zusätzlich werden die Probanden zu ihren Motiven der Auswahl befragt.                                                                                                       

Voraussetzung: Die Datenerhebung soll noch in diesem Monat beginnen, daher wird eine sofortige zeitliche Kapazität erwartet sich in das Thema einzuarbeiten und Probanden-Termine zeitlich flexibel zu übernehmen                                                                                                                                           

Angebot: Hilfestellung bei der Einarbeitung in die Literatur und das Paradigma, regelmäßige und engmaschige Betreuung         

Bewerbungen bitte an Dr. Elisabeth Arens, e.arens@psych.uni-frankfurt.de