Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) für traumatisierte Patientinnen und Patienten

Leiden Sie unter den Folgen eines traumatischen Ereignisses?

Personen, die traumatische Ereignisse, wie sexuelle oder körperliche Gewalt, erlebt haben, leiden häufig noch sehr lange unter den Auswirkungen. Viele Betroffene entwickeln eine Posttraumatische Belastungsstörung. Sie berichten Symptome wie wiederkehrende schmerzhafte Erinnerungen, Alpträume, starke körperliche Anspannung, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten.

Im Rahmen einer Studie möchten wir Betroffenen ein Behandlungsprogramm anbieten, bei dem ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Erleben eingeübt wird. Die Teilnahme an diesem Programm soll Ihnen helfen, wieder stabiler zu werden und mit Ihrem emotionalen Erleben mehr in Einklang zu kommen. Das Behandlungsangebot findet in Kooperation mit dem Trauma- und Opferzentrum Frankfurt statt und wird wissenschaftlich begleitet.

Das Behandlungsprogramm

Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) ist ein Gruppenprogramm für traumatisierte Patientinnen und Patienten, bei dem Achtsamkeit gezielt eingeübt wird. Hierfür werden Übungen wie Sitz- und Gehmeditationen sowie Yogaübungen durchgeführt.
Die Gruppe wird aus etwa 8-9 Teilnehmern/ Teilnehmerinnen bestehen und von einer zertifizierten MBSR-Trainerin und einer erfahrenen Trauma-Therapeutin geleitet.

Zeitlicher Aufwand

Um abzuklären, ob Sie unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden und ob das angebotene Behandlungsprogramm für Sie geeignet ist, findet vor Kursbeginn eine ausführliche diagnostische Abklärung statt. Nach Abschluss des Kurses werden die Veränderungen in einer weiteren diagnostischen Sitzung überprüft. Der Kurs dauert insgesamt 8 Wochen und findet montagabends in den Räumen der Verhaltenstherapie-Ambulanz statt. Neben den wöchentlichen Terminen wird ein Achtsamkeitstag mit intensiven gemeinsamen Übungen durchgeführt. Dieser findet an einem Samstag statt. Zwischen den Sitzungen sind ergänzende tägliche Übungen für zu Hause vorgesehen.

Sie können an dem Programm teilnehmen, wenn Sie:

• zwischen 18 und 65 Jahren alt sind
• unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden
• bereit sind, regelmäßig an den Gruppensitzungen teilzunehmen und die dort vereinbarten Übungen zu Hause weiterzuführen
• aktuell nicht psychotherapeutisch behandelt werden
• nicht abhängig von Alkohol, Drogen oder Medikamenten sind
• keine körperlichen Einschränkungen haben, die einer Teilnahme an längeren Meditations- oder Yogaübungen im Weg stehen

Ansprechpartnerin

Wenn Sie gerne an dem Programm teilnehmen möchten, kontaktieren Sie bitte Dipl.-Psych. Dr. Meike Müller-Engelmann:

Tel.: 069/21655828 (Sekretariat des Trauma- und Opferzentrums)
E-Mail: Mueller-Engelmann@psych.uni-frankfurt.de